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Tierschutz

Streusalz, Splitt und Eisklumpen: So kommen Hundepfoten gut durch den Winter

Viele Hunde lieben Schnee – ihre Pfoten weniger. Streusalz, scharfkantiger Splitt und Eisklumpen zwischen den Zehen können die Ballen ordentlich strapazieren. So pflegen Sie die Pfoten im Winter richtig und so erkennen Sie, wann eine wunde Pfote in die Praxis gehört.

Von Harald Pfeiffer

Wenn es draußen glatt wird, greifen Gemeinden und Nachbarn zu Streusalz und Splitt. Für uns Menschen ist das eine Erleichterung, für unsere Hunde oft eine Belastung. Sie laufen barfuß über Gehwege und Straßen – und tragen alles, was dort liegt, an den Pfoten mit nach Hause.

Mit ein paar einfachen Handgriffen kommen die meisten Hunde aber gut durch den Winter.

Was den Pfoten im Winter zusetzt

  • Streusalz: Salz trocknet die Haut der Ballen aus. In kleine Risse eingedrungen, brennt es und verzögert die Heilung. Leckt der Hund das Salz ab, kann das außerdem Magen und Darm reizen.
  • Splitt: Die scharfkantigen Steinchen können kleine Schnitte verursachen oder sich zwischen den Zehen festsetzen.
  • Eisklumpen: Vor allem bei Hunden mit langem Fell zwischen den Zehen bilden sich beim Laufen im Schnee kleine Eiskugeln. Sie drücken, reiben die Haut wund und lassen den Hund humpeln.
  • Kälte und trockene Heizungsluft: Der Wechsel zwischen draußen und drinnen macht die Ballen zusätzlich spröde.

Vor dem Spaziergang

  • Halten Sie das Fell zwischen den Zehen und Ballen kurz. So bleiben weniger Schnee und Salz hängen.
  • Cremen Sie die Ballen vor dem Spaziergang dünn mit einem Pfotenbalsam oder Melkfett ein. Der Fettfilm schützt vor Salz und Nässe.
  • Meiden Sie, wenn möglich, stark gestreute Wege und weichen Sie auf Wiesen oder Waldwege aus.
  • Für empfindliche Hunde oder bei viel Streusalz können Pfotenschutzschuhe sinnvoll sein. Gewöhnen Sie Ihren Hund in Ruhe und mit Leckerlis daran.

Nach dem Spaziergang

Der wichtigste Schritt kommt, wenn Sie wieder zu Hause sind: das Abspülen.

  1. Spülen Sie die Pfoten mit lauwarmem, nicht heißem Wasser ab. So lösen sich Salz, Splitt und Eisklumpen.
  2. Trocknen Sie die Pfoten gründlich ab, auch zwischen den Zehen.
  3. Schauen Sie sich die Ballen kurz an: Gibt es Risse, Rötungen oder kleine Schnitte?
  4. Cremen Sie trockene Ballen bei Bedarf noch einmal dünn ein.
  5. Wenn Ihr Hund das nicht so lustig findet, gewöhnen Sie ihn mit einem besonderen Leckerli daran.

So verhindern Sie auch, dass Ihr Hund das Salz von den Pfoten leckt.

Wann eine wunde Pfote in die Praxis gehört

Kleine, oberflächliche Risse heilen mit guter Pflege meist von selbst. Kommen Sie aber bitte in die Praxis, wenn Ihnen eines davon auffällt:

  • Ihr Hund humpelt länger als einen Tag oder will nicht mehr auftreten.
  • Ein Riss oder Schnitt ist tief, blutet oder klafft auf.
  • Die Pfote ist geschwollen, warm, nässt oder riecht unangenehm.
  • Ihr Hund leckt oder knabbert ständig an einer Pfote.
  • Ein Fremdkörper sitzt fest und lässt sich nicht leicht entfernen.

Dann schauen wir uns die Pfote genau an, reinigen die Wunde und klären, ob ein Verband oder eine Behandlung nötig ist.

Mit ein bisschen Pflege steht dem Winterspaß nichts im Weg. Ich wünsche Ihnen und Ihren Hunden schöne, verschneite Spaziergänge.

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