
Mit dem Herbst verändert sich der Bewuchs auf Weiden und Koppeln – und damit auch das Vergiftungsrisiko für Pferde, Rinder und andere Weidetiere.
Herbstzeitlose
Die Herbstzeitlose blüht im Spätsommer/Herbst und enthält Colchicin, ein für Pferde und Rinder hochgiftiges Alkaloid. Anders als der Name vermuten lässt, ist auch das Laub im Frühjahr giftig – die Pflanze bleibt also ganzjährig ein Risiko. Symptome einer Vergiftung reichen von Kolik über Durchfall bis zu Kreislaufproblemen.
Vorbeugung: Weiden regelmäßig auf Herbstzeitlose absuchen, betroffene Flächen ggf. mähen und das Mähgut fachgerecht entsorgen (auch im Heu bleibt das Gift erhalten).
Kastanien und Eicheln
Fallende Kastanien und Eicheln sind im Herbst ein Thema, besonders bei Weiden unter oder in der Nähe von Bäumen. Größere Mengen können bei Pferden zu Verdauungsstörungen und Koliken führen, bei Wiederkäuern kann Eichelmast in großen Mengen die Nieren belasten.
Vorbeugung: Fallobst und Kastanien regelmäßig von der Weide absammeln, Zugang zu betroffenen Bereichen bei Bedarf vorübergehend einzäunen.
Was tun bei Verdacht auf eine Vergiftung?
Bei Anzeichen wie Kolik, Apathie, Durchfall oder Kreislaufproblemen nach Weidegang: bitte sofort anrufen. Halten Sie nach Möglichkeit bereit, was das Tier gefressen haben könnte – das erleichtert die Einschätzung vor Ort.
Bei Fragen zur Weidepflege oder zu verdächtigen Pflanzen auf Ihrer Fläche sprechen Sie uns gerne an.
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