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Notfall & Erste Hilfe

Magendrehung beim Hund: Symptome erkennen und sofort richtig handeln

Eine Magendrehung ist für Hunde ein akut lebensbedrohlicher Notfall. So erkennen Sie die Warnzeichen – und warum bei Verdacht nur der sofortige Weg in die Tierklinik hilft.

Fachlich geprüft von Harald Pfeiffer
Hund liegt matt auf seiner Decke

Bei einer Magendrehung verdreht sich der mit Luft gefüllte Magen um seine eigene Achse – Ein- und Ausgang werden abgeklemmt, die Blutversorgung wird meist unterbrochen. Ohne sofortige Operation verläuft das innerhalb weniger Stunden tödlich. Das ist der Notfall, bei dem Minuten wirklich zählen. Wir können dies in unserer Praxis nicht operieren. Fahren Sie sofort in eine der umliegenden Tierkliniken:

Warnzeichen erkennen

  • sichtbar geblähter, harter Bauch
  • Unruhe: der Hund läuft hin und her, kann sich nicht hinlegen, wechselt ständig die Position
  • erfolgloses Würgen – es kommt kaum oder kein Erbrochenes, nur Schaum
  • starker Speichelfluss, Hecheln
  • im fortgeschrittenen Stadium: blasse Schleimhäute, Schwäche, Kollaps

Welche Hunde sind besonders gefährdet?

Vor allem große und sehr große Rassen mit tiefem Brustkorb – etwa Deutsche Doggen, Deutsche Schäferhunde, Dobermänner, Boxer, Rottweiler oder Bernhardiner. Zusätzliche Risikofaktoren sind höheres Alter, hastiges Fressen großer Portionen, sowie Bewegung oder Stress kurz nach dem Fressen.

Was tun bei Verdacht?

Zu Hause gibt es keine wirksame Erste-Hilfe-Maßnahme – die einzige Rettung ist die sofortige tierärztliche, meist operative Versorgung. Rufen Sie uns direkt an oder noch besser: Fahren Sie direkt in eine unserer umliegenden Tierkliniken, ohne vorher noch etwas zu füttern oder zu tränken. Warten Sie nicht ab, auch wenn sich der Zustand zwischendurch kurz zu bessern scheint.

Vorbeugen

  • Statt einer großen lieber zwei bis drei kleinere Mahlzeiten am Tag füttern.
  • Nach dem Fressen für ein bis zwei Stunden auf anstrengende Bewegung verzichten.
  • Bei sehr hastig fressenden Hunden einen Schlecknapf oder ein Anti-Schling-System nutzen.
  • Bei Risikorassen sprechen Sie uns gerne auf vorbeugende Optionen an.

Im Zweifel gilt hier besonders: lieber einmal zu früh angerufen als zu spät.

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