
Das Shamonda-Virus (SHAV) wurde im August 2026 erstmals in Deutschland nachgewiesen. Es ist eng mit dem Schmallenberg-Virus verwandt und wird wie dieses von Gnitzen (kleinen Stechmücken) übertragen. Infektionen sind inzwischen in mehreren Bundesländern bestätigt, neben Rindern auch bei Schafen und Ziegen.
Welche Anzeichen sind möglich?
Bei erwachsenen Tieren verläuft eine Infektion oft unauffällig. Beim Rind wurden Fieber, Durchfall und ein Rückgang der Milchleistung beschrieben. Ob und wie stark das Virus ungeborene Lämmer schädigt, lässt sich nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts noch nicht sicher beurteilen. Vom verwandten Schmallenberg-Virus sind bekannt:
- Verlammen (Fehlgeburten) und Totgeburten
- lebensschwache Lämmer
- Missbildungen wie verkrümmte Gliedmaßen, steife Gelenke oder ein verformter Kopf
Was tun bei Verdacht?
Rufen Sie uns an, wenn es in Ihrer Herde zu Verlammungen, Totgeburten oder missgebildeten Lämmern kommt. Bitte bewahren Sie Totgeburten und Nachgeburt bis zur Abklärung gekühlt auf, damit eine Untersuchung möglich ist. Wir besprechen mit Ihnen, welche Proben sinnvoll sind.
Eine Meldepflicht besteht derzeit nicht. Für Menschen gilt das Virus nach aktuellem Wissensstand als ungefährlich.
Vorbeugen
Einen Impfstoff gegen das Shamonda-Virus gibt es bisher nicht. Da Gnitzen das Virus übertragen, helfen vor allem Maßnahmen gegen Insekten. Welche davon in Ihrem Bestand sinnvoll sind, besprechen wir gern bei einem Bestandsbesuch.
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